Freitag, 25. November 2016

Statistik

Liebe Freunde, Kokettierungspartner, Freunde!
Wir haben die Helden unserer Reise nach ihren jeweiligen Favoriten gefragt und das sind resumierend ihre Antworten:

Lieblingsstadt an der Loire:
Anton: Blois, Beaurgency, Nantes
Kathi: Blois,Nantes, Tours
Paul: Nantes, Blois, Tours
Mo: Blois,Nantes, Ambois

Lieblingslandschaft:
Kathi: Zwischen Saumur und Angers
Paul: Zwischen Tour und Saumur
Mo: Zwischen Blois undTours
Anton: Louet

Lieblingsessen:
Kathi:Calamari
Mo: Fischli und Calamari
Paul: Calamari und Fischli
Anton: Muscheln mit Pommes

Lieblingscampingessen:
Mo: Chilli con Cane, Thunfisch, Grillen
Kathi: Chilli con Cane, Thunfisch, Grillen
Paul: Grillen, Sahnesoße, Chilli con Cane
Anton: Chilli con Cane, Grillen, Thunfisch

Bester Wein:
Mo: halbtrocken Vouvray
Paul: halbtrocken Vouvray
Anton: halbtrocken Vouvray
Kathi: halbtrocken Vouvray

Schoenste Momente:
-Nach der Rettung auf Jemarcs Boot Cafe   zu trinken
-Verabschiedung von Valerie
-Tours am Flussufer
-Einkaufsladen beladen
-Paul verliert Schuhe im Moor
-Mo laesst seine Box ins Wasser fallen
-Wattwanderungen

Donnerstag, 29. September 2016

22. 8. Besser spät als nie

Es viele unschöne Dinge, die man seinen zahlreichen Mitreisenden im Fernbus wünscht, wenn sie einem jegliche Chance auf Schlaf geraubt haben, indem sie sich wahlweise durch Schnarchen, Laute Gespräche oder intensiv riechende Extremitäten auszeichnen. Ein wenig gerädert erreichten wir dementsprechend um 7:26 einen verregneten Busbahnhof irgendwo in Paris. Da wir unsere Route durch Paris schon im Voraus geplant hatten, folgte im Anschluss ein Manöver, dass kein Pionierbatallion der Bundeswehr hätte schneller und effizienter ausführen können: Zwei Boote und Gepäck raus aus dem Bus, auf den Rücken, in die U-Bahn, raus aus der U-Bahn, in die nächste U-Bahn und spontane Tiefschlafphase bei einigen Mitreisenden nach Ankunft am Ostbahnhof. Nachdem wir uns noch ein letztes Mal über die französische Bahn aufgeregt hatten und das Gepäck sowie uns in den ICE nach Stuttgart verfrachtet hatten, sagten wir Frankreich und seiner Hauptstadt Lebewohl. Schon das schlechte Englisch in den Durchsagen ließen erste heimatliche Gefühle aufkommen, die dann bei Ankunft in Stuttgart in einem Sturm patriotischer Begeisterung übergingen, als uns ein Mitarbeiter der Bahn mit einem Gepäcktransporter die Boote zum richtigen Gleis brachte. Nach einem Mittagessen beim hiesigen MC-Donalds und einem Gespräch mit einem anderen Faltbootfahrer und seiner Kenter-Erfahrungen bestiegen wir für die letzte Etappe den Regionalzug nach Würzburg und rufen Franz an, damit er das Bier kaltstellt. Doch das Schicksal wollte uns offensichtlich noch ein letztes Mal prüfen. Im Zug klapperten während der Fahrt die Türen derartig laut, woraus wir alle geradezu apokalyptische Kopfschmerzen entwickelten. Als jedoch Mainfranken und Würzburg in Sicht kamen war auch das vergessen und wir fuhren unter einem letzten "Country Roads" in den Würzburger Hauptbahnhof ein. Antons Vater holte uns ab. Wir zerlegten, trockneten und reinigten die Boote, freuten uns auf viele Wiedersehen, tranken noch das kühle Bier. Dann trennten sich unsere Wege.

Epilog
Wir haben uns seither nicht mehr zu viert getroffen. Kathi macht FSJ an der Uniklinik Freiburg. Moritz macht ein duales Studium zum Beamten. Paul und Anton studieren Physik bzw. Germanistik und Philosophie in Würzburg. Wir sind sehr verschiedene Menschen, die sich in sehr verschiedene Richtungen entwickeln. Doch wir teilen alle die Erinnerung an einen unvergesslichen Urlaub.
Auf Paul kommt nach diesem Beitrag, den er besser spät als nie veröffentlicht hat noch die Abschrift von Arbeitsblatt zu Rechenmethoden 1 zu. Doch er freut sich. Denn morgen fährt auch er zum Pilgern, wo er sie alle wiedersieht. Die Wilden Kerle.

Dienstag, 23. August 2016

21.8/ Die Bahnhofsgammler

Der letzte Tag in Saint Nazaire begann mit dem finalen Packen unserer Bootssaecke  und dem Schmieren von riesigen Baquette-Sandwiches. Den Einkaufswagen hatten wir ueber Nacht in unserem Zimmer gelassen, wir beluden ihn neu packten alles ein und checkten aus ohne im Pool gewesen zu sein. Eigentlich eine Suende. Gut organisiert wie wir halt sind hatten wir ein Hotel nahe des Bahnhofes angelaufen so dass wir jetzt nur kurz zu diesem laufen mussten. Ein schnuckeliges Ding, eine Halle in der Groeße eines geraeumigen Wohnzimmers, 3 Sicherheitsleute, ein paar Gaeste und wir. Gute 9 Stunden lang. Das Hotel bat darum, dass wir um 11 auscheckten und unser Zug fuhr gegen 21.00. Durch das Gepaeck behindert verbrachten wir also den ganzen Tag in diesem Raum aber verdammt nochmal wir haben ihn voll ausgenutzt! Wassermelonen-Bowling, Großraumkochstudios, Wie-viel-Flyer-passen-in-Antons-T-Shirt, Umfallende Baenke, besorgte Sicherheitsleute und nervtoetende franzoesische Ansagen begleiteten uns durch den Tag. Es trug sich naemlich zu dass der A.A. a.k.a. Toni von Tone alias Anton seine beiden fetten Sandwiches im Hotel liegen gelassen hatte. Zum Glueck haben auch Sonntags in Frankreich viele Mini-Supermaerkte offen. Also kaufte er mit Paul alles nach und schmierte sich 2 neue. Unvorsichtigerweise behauptete er blind kochen zu koennen und musste das dann beim Brote schmieren waehrend Mo ihm die Augen zuhielt unter Beweis stellen. Die schreckliche Melodie vor den Bahnhofsansagen wurde von uns 4 schon nach wenigen Stunden fehlerfrei lauthals mitgesungen. Die anderen wartenden Fahrgaeste tanzten auf den Tischen. Eine Dame bekam einen Minuten-langen Lachanfall als Anton von der Bank fiel und diese mit umriss. Ab diesem Moment kochte der Saal! Wir brachten allen "Heippa, Heippa!" und "Leave her Johnny" bei und sangen und tanzten bis wir nicht mehr konnten. Die Bahnhofsmitarbeiter fragten uns alle 2 Stunden besorgt ob wir denn den Einkaufswagen mit IN den Zug nehmen wollten. Wir winkten ab. "Noooo!". Verdammt! Jetzt mussten wir das Ding auch noch entsorgen. Der Wagen wurde selbstverstaendlich die 3 km bis zu seinem Ursprungsort zurueckgeschoben. Dafuer koennen wir garantieren. Zwischen drinn ist Kathi dann noch schwanger geworden und es wurde ueber das amerikanische und deutsche Bildungssystem diskutiert. Dann stiegen wir endlich ein. Wir hatten eine unglaubliche Routine was das sekundenschnelle Verladen von Faltbooten betrifft an den Tag gelegt so dass wir nicht alle Fahrgaeste zur Weißglut trieben. In Nantes mussten wir wieder raus, ab hier ging es mit dem Buss weiter nach Paris. Um vom Bahnhof zum Buss zu kommen musste wieder ein Einkaufswagen ausgeliehen werden. Wir sahen das schoene Nantes, inklusive des Schloßes nochmal im Mondlicht. Es gab schon die Ueberlegung fuer das Tragen ein paar Prostituierte anzuheuern aber wir hatten es schon geschafft. Die Haltestelle war erreicht und der Wagen wurde auch dort selbstverstaendlich die komplette Strecke zurueckgebracht und aufgeraeumt. Der Buss erschien und wir erlebten eine ziemliche Schreck-Viertelstunde da die Fahrer das Gepaeck der anderen Gaeste wogen weil wir wussten, dass unser Gepaeck meilenweit ueber den Maßen und Gewicht war die erlaubt waren. Unser Plan war uns mit souveraen naivem Auftreten durchzuschmuggeln was perfekt gelang! Nach unserem Reisemotto: We arss sse Germans! Wurden im Gegensatz zu unseren rumaenischen Mitfahrern weder Persos noch Gepaeck kontrolliert. Nur Tickets zeigen, Gepaeck rein dafuer und abgehts! Wir fuhren die Nacht durch. Obwohl wir 9h in einem Bahnhof saßen zaehlt dieser Tag zu einem der unterhaltsamsten ueberhaupt.

20.8/ Der Einkaufswagen

Drei unserer Protagonisten lagen noch friedlich schlummernd in ihren Bettchen, als Moritz alle drei mit einer schlechten Nachricht überraschte. Unsere Zimmer, die wir am heutigen morgen verlängern wollten, waren ausgebucht und es musste in den nächsten paar Stunden das Hotel verlassen werden! Noch schlaftrunken machten wir uns also daran unsere Sachen schnellstmöglich einzuräumen, aber wohin mit dem Extragepäck? Nach kuriosen Überlegungen über mehrfaches tragen entschlossen wir uns schließlich für die einzig logische Variante: ein Einkaufswagen! Also wurde Anton losgeschickt und er kehrte prompt mit einem zurück, in welchen nun wie bei Tetris beinahe sämtliche Gepäckstücke gepackt wurde. Mit der Aufmerksamkeit sämtlicher Bewohner von Saint Nazaire auf unserer Seite gingen wir also zu einem anderen Hotel, welches wir bei unseren gestrigen Spaziergängen entdeckt hatten. Ganz im Gegensatz zum letzten Hotel erwies sich dies als die wahre Luxusoase und punktete mit einer Küche und einem Wohnzimmer in unserem 4-Mann Zimmer! Durch die plötzliche Möglichkeit einer Küche entschieden wir uns, ein Festessen mit Suppe und Käsefondues am Abend anzuhalten. So wurden also die Töpfe mit Kilos von mittags gekauftem Käse erhitzt und die vor allem von Anton geliebte Suppe wurde bereits gierig verschlungen. Das zubereiten von Fondues erwies sich jedoch schwerer als angenommen und so servierten wir eher zwei unförmige Klumpen waffenfähigem Hardkäse, welches wir trotz allem genossen hatten. Schließlich endete unser letzter Abend in Saint Nazaire auf der Couch, wo noch das Fußball Olympia Finale geschaut wurde. Morgen müssen wir leider bereits früh auschecken und schließlich von 11 bis 21 Uhr dort auf unseren Zug warten. Aber es wird ja schließlich alles gut, solange wir wild sind...

Sonntag, 21. August 2016

St. Nazaire in all seiner Pracht

11 Uhr morgens im Hotelzimmer in St. Nazaire. In Mos und Kathis Zimmer klingelt das Telefon: "Hello?" -"Baguette, fromage, merci, baguette, Salut, Sa va, Baguette." - "English please". Nach einer Weile verstehen die zwei dann, dass das Hotel nur nachfragen wollte, ob wir noch eine Nacht bleiben oder nicht. Na klar bleiben wir noch. Keiner von uns hat Lust für diese Nacht einen neuen Schlafplatz zu suchen bzw. bei diesem Regen das Gepäck wo anders hinzubringen. Wir wagen uns aber auf der Suche nach Croissants doch auf die Strasse, wobei Mo ohne Jacke und Paul ohne Jacke und ohne Schuhe unterwegs sind, da noch alles nass von der Kenteraktion ist. Nach einer Patisserie suchen wir vergeblich, finden aber ein kleines kitschiges Cafe alla Harry Potter, wo wir uns leckere Crepes bestellen. Unser Trinkgeld wollte die nette Kellnerin nur nicht annehmen, vorallem Paul sah ihr wohl zu verwahrlost und arm aus. Danach suchten wir die Aussichtsterrasse im Hafen auf, von wo man einen super Blick auf Poseidons-Fast-Grab und ein Kriegsschiff und U-Boot hatte. Nun aber los zum Strand, der auf Grund der Ebbe und des Regens nicht ganz so eindrucksvoll war, aber wir alle 5m auf ein Kriegsdenkmal stiessen. Da wir mittlerweile eh schon durchnässt waren, beschlossen wir gleich unser Bootsgepäck von Jemarcs Boot zu holen und ins Hotel zu bringen. Kaum fingen wir an die Sache ans Ufer zu stellen, hielt Jemarc persönlich mit seinem Auto und bot uns an uns plus Gepäck ins Hotel zu fahren. Ein willkommener Zufall! Soweit wir konnten verstauten wir alles in Mo und Kathis Zimmer und Kathi machte sich alleine auf den Weg beim jetzt eingebrochenen Sonnenschein die Stadt zu erkunden. Es stellte sich heraus, dass wir am Morgen schlichtweg in die falsche Richtung gelaufen sind und sich 20m in die andere Richtung Patisserie und Läden aneinanderreihten. Gegen frühen Abend wurde das Wetter noch besser und wir nutzten das Vordach vor unseren Fenstern als Platz zum nasse Sachen auslegen und als Küche. Dosenravioli auf einem Dach im Sonnenschein essen lässt es gleich stilvoll wirken. Nach der heutigen Chillerei und mässigen Aktivität setzten wir uns Abends noch an den Strand mit 'nem Eimer Sangria (Ok Scherz, nur eine Flasche Sangria und sonst noch normalen Wein). Nach einem netten Gespräch mit ein paar Besoffenen beschlossen wir den Strand entlang zu laufen und fanden schliesslich an der Spitze einer Landzunge einen Platz mit super Aussicht über das Meer und den Vollmond. Die tiefsinnigen Gespräche über den Zweck der EU bzw. andere politische Themen, wollten auch hier nicht aufhören. So wurde das ganze ein recht spassiger Abend, der mit der Gewissheit vor dem Einschlafen endete, dass wir noch eine Nacht in diesem Hotel chillen würden. Wenn wir uns da mal nicht täuschen...



Freitag, 19. August 2016

16.8/ Torfrock und der Nantes-Effekt

Um zu Beginn der Ebbe unsere heutige Reise nach Nantes zu starten, erwachten wir heute in aller Frühe und zwängten uns noch im Halbschlaf in unsere Boote. Durch die Flut kamen wir glücklicherweise auch sehr zügig vorwärts, doch wie alles im Leben hatte auch dies seine dreckige, matschige Schattenseite. Wir erreichten also Nantes bei Ebbe, was bedeutet, dass sämtliche Küsten in ein wunderschönes matschgrau zu tauchen und ein anlanden beinahe unmöglich machte. Doch Paul und Moritz wagten sich todesmutig an ein Stück Fläche, was für sie wie ein etwas dreckigerer Strand aussah, doch sie bemerkten schnell wie sehr sie sich geirrt hatten. Der Matsch in den sie dort stiegen reichte ihnen bis zu den Knien und kombinierte alles was in den letzten 100 Jahren in den Nantes Hafen gekippt wurde. So begann eine spontane halbstündige Wattwanderung, wobei sich die beiden sehr an Pauls alte Torfrock CD erinnerten (Rutt mit'n Torf, hau wech und hol rutt, das matscht so schön und tut so gut). Als die beiden schließlich ihr Boot durch den halben Hafen von Nantes zu einer halbwegs vernünftigen Anlandestelle gezogen hatten waren sie beide völlig zertorft, aber Humor ist ja schließlich wenn man trotzdem lacht. Nach einer Entschlammung mit der Hilfe einer einheimischen Seniorin gingen wir schließlich endlich nach Nantes, welches laut Moritz das "2 Paris" war. Trotz unseres eher ungemütlichen Aufenthalt im Hafen stellte sich Nantes beim zweiten Eindruck als eine wunderschöne Stadt mit unglaublich vielen Sehenswürdigkeiten heraus, welche wir den kompletten restlichen Tag erkundeten. Erst gegen Abend kehrten wir zurück zu unseren Booten um unter den erschwerten Bedingungen von Ebbe und Flut einen Schlafplatz zu suchen. Glücklicherweise fanden wir diesen nach einigen suchen und der Abend wurde mit Chilli con Carne abgerundet. Das Ende unserer Reise erwartet uns und so genießen wir nun diese letzten Tage bevor wir Saint Nazaire erreichen.

18.8/ A journey ends

Es ist der 18. August 2016. 8 Uhr morgens. Vier verschlafene Faltbootfahrer kriechen aus ihren Schlafsäcken. Wir frühstücken, packen alle Sachen und falten ein letztes Mal unser gutes, treues Zelt zusammen. Nachdem wir die Boote beladen haben, laden wir unsere imaginären Breitseiten, hissen unsere imaginären Segel und stechen gegen 10 Uhr deutscher Zeit in See, um der Loire auch die letzten 13 Kilometer abzutrotzen. Durch die Ebbe begünstigt lassen wir Blobuoebf sehr zügig hinter uns. Die Brücke von Saint Nazaire kommt immer näher. Siegestrunken sehen wir uns schon mit Cocktails am Strand liegen, als die Flut einsetzt und uns mit aller Kraft in Richtung Nantes zurücktreibt. Von nun an ist jeder weitere Meter quälend lang. Wir paddeln drei Stunden nur um es von der Höhe eines Verladekrans auf die Höhe des Nächsten zu schaffen. Wir landen auf einer Insel mitten in der Atlantikmündung und steigen aus um die Boote zu ziehen. Für die Erkenntnis, dass es bei Flut kein Vorwärtskommen gibt, mussten wir offenbar einmal bis zu den Oberschenkeln im Schlamm stecken. Also weiter paddeln und in Zentimeterschritten weiter, während Ozeanriesen scheinbar spielend an uns vorbeidampfen. Endlich kommt ein Motorboot vorbei, dass uns in Schlepp nimmt. Wir freuen uns über unsere Form des Wassertrampens. Doch dann schneidet der Motorbootfahrer eine Kurve über eine Welle zu scharf, so dass "Poseidon" mit Mann, Maus, Mo und Paul in der Atlantikmündung der Loire kentert. Unsere Schlepper zeigen uns, was wahre Hilfsbereitschaft ist, geben uns die Nummer der Küstenwache und brausen von dannen. Mo und Paul sind wohlbehalten aufgetaucht und fangen an, Gegenstände die noch im Wasser schwimmen einzusammeln, das Boot umzudrehen und leerzuschöpfen. Anton ruft währenddessen bei der Küstenwache an, wo ihn allerdings statt schneller Hilfe, erst einmal Warteschleifenmusik erwartet, da der durchschnittliche Mitarbeiter einer französischen Küstenwache nicht Englisch sprechen kann. Nach allerhand Kontrollfragen, ob das auch wirklich kein Scherz ist, verbleibt die Küstenwache damit, eventuell demnächst mal ein Boot vorbeizuschicken. Zum Glück hat uns in der Zwischenzeit durch Kathis engagiertes Winken ein Fischerboot gesehen, dass die durchnässten Paul und Moritz aus dem Wasser fischt und auch den deutlich trockenen Rest an Bord nimmt. Der Besitzer dieses Bootes stellt sich als herzensgute Hobbyfischer Jemarq heraus. Die Boote werden erneut in Schlepp genommen und Jemarq fährt deutlich erfahrener und vorsichtiger in Richtung Saint Nazaire. Froh mit dem Schrecken davongekommen zu sein lassen wir uns die Sonne auf den Pelz scheinen und trinken Jemarqs fantastischen Instantkaffee. Im Hafen angekommen hießen wir die Boote an Land, bauen sie ab und trocknen so viel wie möglich ist. Zum Glück halten sich auch die materiellen Verluste in Grenzen. Paul sucht nach einem Hotel, während die anderen die Boote fertig machen. Jemarq bietet uns sogar noch an das schwere Gepäck in seinem Boot zu lassen und fährt uns noch zum Hotel Luna. Wir liegen nun völlig erschöpft in unseren Betten und realisieren noch nicht völlig, was heute passiert ist, aber wir sich heil angekommen. Am Ende einer langen Reise.