Samstag, 6. August 2016

5.8/ Gotik und Algen

Heute früh wurden wir das erste Mal von einem Wecker geweckt. Mit "Movin Crusin" dem Klassiker unseres Freundes begann der Tag schon um 9.00 weil wir viel vorhaben um Vouvray rechtzeitig zu erreichen. Wir sprangen in den Fluss, packten routiniert zusammen, und  waren zurück auf der Piste! Zu Beginn versuchten ein paar französische Amatuer-Kanu-Fahrer uns das Wasser zu reichen aber wir hängten sie binnen 2 Kilometern ab. Die Uferlandschaft der Loire birgt staendig Ueberraschungen, so suchten wir Mittags ein kleines Schloeßchen in einem Dorf am rechten Ufer und konnten vom Wasser aus einfach nicht feststellen welches der 3 wunderschönen Anwesen nun das Schloß sein sollte. Die Antwort: Es kam erst einem halben Kilometer später. Gegen 4 erreichten wir Blois, nach Orleans die nächste etwas groeßere Stadt. Und meine Fresse wie viel geilen Scheiß kann so eine 34.000-Einwohner-Stadt eigentlich haben?!
Wir landeten bei einer wunderschönen, giebelartigen Bruecke und erkundeten die Altstadt. Die Gassen und Straßen sahen unveraendert wie aus dem Mittelalter aus. Fachwerk, Pflasterstein und Statuen füllen die Stadt. Die 3 Highlights sind zum einen die hoeher-gelegene gotische Kirche mit einem ueberraschend unsymmetrischen Glockenturm die sehr imposant ist aber nicht so beeindruckend wie die ebenfalls gotische Kirche am anderen Ende der Altstadt deren beide Glockentuerme in jeweils ein Haupt-Spitzdach und 4 weitere Spitzdaecher an den Ecken zulaufen. Die schlichte Groeße und Hoehe ueberwaeltigte uns. Das 3. Highlight ist das Schloß mit seinem Treppenhaus welches wir aber nur von außen und durch den Innenhof betrachteten da uns 10€ Eintritt zu viel waren. Wir tranken in einem noblen Café mit unfreundlicher Bedinung 3 Café und eine Limo, kauften ein und staerkten uns. Gut, über Paris kann man diskutieren aber Blois schaffte in seiner Atmosphaere, dem Baustil der Stadt und den Sehenswuerdigkeiten einige Superlative die einen verwilderten Seefahrer staunen lassen. Zum Abschied gab es dass an-welchem-Brueckenpfeiler-fahren-wir-am-besten-vorbei-Spiel und während die Sonne sank und die Gespraeche auf dem Wasser schöner wurden hielten wir Ausschau nach einem Platz zum Zelten. Erstaunlich schnell bauten wir das Zelt auf und entluden die Boote während Paul sich an Spaghetti mit Tomatensoße versuchte. Beim Versuch das Essen zu beschrieben fiel dann irgendwann das Wort "Algen", und das Zitat "Gebt mir den Strick, der ist wenigstens al dénte!"
Wir sueffelten noch zusammen eine Flasche Wein und schlafen gerade in der Hoffnung nicht von den krakelenden franzoesischen Jugendlichen die in der Ferne zu hören sind verpruegelt zu werden ein. Heute haben wir 34 km geschafft das ist Rekord also wird morgen entspannter. Also dann Freunde! Wir müssen dann mal wieder! Haltet die Ohren steif waehrend wir von der huebschen Valerie träumen die uns in Vouvray abholen wird 😍... Und immer daran denken: Der Jaeger faengt das Lamm, nicht der Apotheker! Darauf ein "O räwa"!

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