Montag, 8. August 2016

Karibikfeeling und französische Gastfreundschaft

Pünktlich um 9 weckte uns unser Standard Lied "Movin' Cruisin". Heute hatten wir zwar nur eine kurze Etappe vor uns (ca. 15km) waren aber um 14 Uhr in Vouvray der Partnergemeinde von Randersacker verabredet. Trotzdem genossen wir einen schönen sonnigen Morgen in Badeklamotten und lagen wie die Sardinen nebeneinander und lasen brav in unseren Büchern. Zum Frühstück gab es -wie fast immer- Brot mit Käse und Marmelade und Kakao. Nach dieser Stärkung wollten wir eigentlich nur schnell zusammenpacken und losfahren doch Paul konnte seinen Geldbeutel leider nicht finden. Also alles nochmal auspacken. Unser Vorschläge doch mal in seiner Hosentasche nachzuschauen oder unser professionelles Klo wieder auszubuddeln, lehnte er wenig begeistert ab. Am Ende fand sich das gute Stück im schon eingepackten Schlafsack des Schussels. Mit etwas Zeitverzögerung ging es also weiter, doch die Motivation hielt sich vorallem bei Anton und Kathi in Grenzen, so dass sie sich eher einfach treiben liesen.

Von Valerie der netten Dame aus Vouvray hatten wir die Info, dass wir nach der ersten Brücke rechts bei einem Kanu anlanden mussten. Unser überaus talentierter Navigator Moritz schaffte es allerdings uns zu überzeugen, dass es sich doch erst um die zweite Brücke handelte, was dann dazu führte, dass wir 500m gegen die Strömung wieder aufwärts paddeln bzw schwimmen mussten. Dabei wurden wir alle komplett durchnässt und die Laune erreichte ihren Tiefpunkt. Doch Valerie empfang uns so herzlich das keine Zeit für Groll war sondern wir eher damit beschäftigt waren uns mit ihr zu verständigen, da sich ihre Englischkentnisse doch in Grenzen hielten. Nach einer kleinen Stärkung durch Chips und Saft und der Versicherung, dass wir die Boote im Kanuclub lagern konnten brachen wir auf zum Campingplatz, wo wir die nächsten zwei Tage bleiben wollten. Nach kurzem Aufbauen und endlich mal wieder einer Dusche für Kathi, holte Valerie uns wieder ab und nahm uns mit zu sich nach Hause, wo sie uns einen Riesenteller mit viel Gemüse und Bratwürsten servierte. Dazu gab es Brot und Aufstrich und Sekt und Bier. Es wurde ein lustiger Nachmittag/Abend voller versuchter Kommunikation zwischen Valerie und Stefan (ihrem Mann) und uns. Gegen 8 fuhr uns Valerie dann noch nach Tours, wo wir nach einem kurzen Spaziergang ein Cafe aufsuchten und uns später noch am Ufer mit Wein niederliesen. Im Hintergrund spielte eine Band und für einen Sonntag Abend war wirklich viel Feiervolk unterwegs. Später holte uns Valerie wieder ab und nach nächtlichem Duschen schliefen wir müde und zufrieden ein, diesmal bei offenem Zelt um der stickigen Luft und Hitze vorzubeugen.


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