Um 10 Uhr morgens weckte uns ein sanftes Rauschen der Bäumen aus des tiefsten aller Baby Schläfe, den wir je hatten. Na gut um genau zu sein wachte Anton um halb 10 auf und erkundete schonmal eine gute Stelle zum Einstieg in den Fluss und kochte Kaffee, Kathi wachte eine halbe Stunde später auf und suchte gleichmal die Duschen auf und Paul und Mo schlummerten noch eine Stunde weiter, bis Anton der Meinung war, dass sei jetzt genug Schlaf gewesen. Nach einem leckeren Nudelsuppen Frühstück, teilten wir uns auf, so dass zwei einkaufen gingen und zwei den Kram zusammenpackten bzw. spülten. Nach einigen Verirrungen durch Orleans fanden wir auch tatsächlich einen (sehr grossen!) Supermarkt und deckten uns mit Essen für 4 Tage ein.
Nun sollte es nun endlich aufs Wasser gehen. Aber erst mussten wir unsere Boote aufbauen was doch wieder einige Zeit in Anspruch nahm. Ausgestattet mit zwei Wilde Kerle Fahnen stachen wir in See und kamen ganze 5 Meter weit bis wir gegen den ersten Stein fuhren. Tja doof gelaufen. Also alle Mann über Bord und schieben. Das Wasser war hier so flach das wir die ersten Meter also wirklich zu Fuss zurücklegten. Nun konnte es aber wirklich losgehen, doch was war das? Der nächste Stein! Aus einer entspannten Paddeltour wurde also ein ständiges Aufpassen auf Stromschnellen und zu flachen Grund. Das machte die Fahrt aber eigentlich nur abenteuerlicher! Man muss zugeben, dass wir trotzdem noch ein paar Mal austeigen und schieben mussten und vorhin sogar schon einen kleinen Riss flickten.
Unser erste Etappe führte uns bis auf eine kleine Insel vor dem Dörfchen St. Ay, wo uns malerische Sandstrände empfingen. Auf dem Weg dorthin hörten wir den Assasins Creed 4 Soundtrack und legte eine kurze Bauguette Picknick Pause auf dem Wasser ein.
Hier auf der Insel packten wir so schnell es ging aus und kochten uns ein leckeres Abendessen bestehend aus Reis mit Tomatensauce und Gemüse. Sehr lecker! Dazu gab es Eierlikör und Rotwein und als Nachtisch sogar ein bisschen Schokolade. Nach dem Aufräumen hatten wir noch die Idee eine Flaschenpost mit der nun leeren Weinflasche zu verschicken. Der Inhalt des Briefes bestand aus allen französischen Wörtern, die wir kennen. ( Keine Angst, das sind nicht viele) Wir versuchten den Brief sogar noch alt aussehen zu lassen, indem wir ihn ankokelten und im Sand einbuddelten. Nun aber los auf die andere Seite der kleinen Insel und wir entliesen die Flaschenpost auf ihren weiten Weg einer einsamen Seele ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
Nun liegen wir in unserem Zelt und lesen noch ein bisschen und sogar Anton hat es sich auf seiner Decke über der Isomatte bequem gemacht. Denn die mosersche Pfirsichhaut wünscht nicht auf Plastik zu ruhen. Wir warten nun gespannt welches Tier uns wohl im Laufe der Nacht noch weckt, doch nicht etwa der Hässlon?




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