Mittwoch, 10. August 2016

9.8/ Moege die Straße uns zusammen fuehren

4 Ehemalige des Wirsberg-Gymnasiums stehen am Ufer der Loire und singen ihrer wundervollen Gastgeberin Valerie das traditionelle Abschiedslied ihrer Schule: den Irischen Reisesegen. Wir wollten erst nicht ,weil wir uns unserer ungeoelten Stimmen bewusst waren aber entschieden uns am Abend vorher, ihr auf diese schoene Art "Lebe Wohl" zu sagen. Valerie hat uns am Sonntag Mittag aus dem Fluss geangelt, die Unterbringung unserer Boote organisiert, uns ein wunderbares Abendessen gekocht, nach Tours hin- und zurueckgebracht, den Campingplatz organisiert und uns gestern Abend zum Essen mit 3 anderen tollen Damen aus dem Dorf eingeladen. Heute frueh fuhr sie uns zu einem Vouvray-Winzer, wo wir uns um 9:20 durch das Sortiment probierten, die Praesidentin des Vouvray-Randersacker Austausches kennenlernten und am Ende zu den 6 gekauften Flaschen noch eine als Geschenk bekamen. Valerie tat dies alles auf eine liebevolle, selbstverstaendliche Art die wir bei anderen Franzosen oft vermissen. Sie sagte immer sie sei eine Schlamperin und eine Katastrophe in Englisch, wurde dadurch aber noch sympathischer. Zuletzt sorgte sie fuer eine sichere Weiterfahrt, rang uns dass Versprechen ab sie anzurufen falls es ein Problem gaebe und winkte uns nach dem wir uns umarmt und in die Boote gestiegen waren, traenenreich zum Abschied. Sie ist eine wirklich herzensgute Gastgeberin gewesen. Auf dem Wasser stellten wir fest, dass das Pouch-Boot, am manchen Stellen knackste und fixierten mit hoechster Vorsicht bei einer Umtragestelle in Tours die kritischen Stellen. Wir trieben aus Tours heraus, und genossen wieder die laendliche Loire. Bei der Muendung eines Nebenflusses stiegen wir aus uns besichtigten zum Teil den Schloßpark von Villandry. Ein schoenes Schloß, dass aber verblaßt neben seinem ueberwaltigendem Park. Ein 4km Fußmarsch den Nebenfluss hinauf an Pferdeweiden vorbei, fuehrte zum Schloß. Zurueck im Boot fanden wir nachdem wir heute stolze 32 km zurueckgelegt hatten einen guten Schlafplatz, aßen Tunfisch mit Zwiebeln und Nudlen, koepften den ersten Wein und spielten "Wer bin ich?" In der Wirsberg-Edition. Ein schoener Tag eroeffnet den 2. großen Abschnitt unserer Reise. Wir schlummern nebeneinander ein. Einer schreibt noch und nervt die anderen. Sorry.

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